Tipps gegen den Novemberblues

Die Tage werden kürzer und dunkler, die Stimmung trübt sich. "Novemberblues"  so wird das Seelentief genannt, in dass jedes Jahr im November 10% der Bevölkerung fallen.  Müdigkeit, Energielosigkeit, Depressionen, Heißhunger auf Süßes sind Symptome des Stimmungstiefs.
Ursache sind die veränderten Lichtverhältnisse. Die Zirbeldrüse schüttet bei Dunkelheit das schlaffördernde Hormon Melatonin aus, das bei Helligkeit wieder abgebaut wird. Fehlt das Licht, bleibt der Melatonin-Spiegel hoch und Aktivität und Stimmung sinken.

Aufgrund der geringen Sonneneinstrahlung wird zudem zu wenig des lichtabhängigen Botenstoffes und Glückshormons Serotonin, produziert. Serotonin hellt die Stimmung auf, sorgt dafür, dass wir mit Stress besser umgehen können.

Die Bildung von Serotonin wird durch einige Lebensmittel angeregt z.B. Bananen, Nüsse, Kakao durch Kohlenhydrate – in erster Linie durch Zucker. Deswegen greifen wir in dieser Jahreszeit so gerne zu Adventplätzchen und auch zu Schokolade.

Die L-Tryptophanreichsten pflanzlichen Lebensmittel die zur Serotoninbildung beitragen sind: Nüsse , besonders Cashew-Kerne,  Sojabohnen, Sonnenblumenkerne, Sesam, Amaranth, Quinoa, Hafer, Hirse, Weizenkeime und Pilze.

Da es Cashewkerne kaum in Rohkostqualität zu kaufen gibt und Sojabohnen nicht roh verzehrt werden können, bleiben als ideale L-Tryptophan-Lieferanten die Gruppe der Samen übrig. Amaranth und Quinoa sind sehr vitalstoffreich und sollten im Winterhalbjahr fest in den Speiseplan mit eingebaut werden.

Bewegung an frischer Luft ist eine gesunde Möglichkeit, den Serotoninspiegel zu erhöhen! Ein Spaziergang hilft gegen das Stimmungstief, selbst wenn der Himmel bedeckt ist. Jede Aktivität hebt die Stimmung, es bilden sich mehr Glückshormone (Endorphine).

Pflanzen speichern die Sonnenkraft viel besser als wir Menschen. Sie bilden wertvolle Inhaltsstoffe, die ätherischen Öle. Sie zaubern uns einen Hauch von Sommer in unsere Wohnungen. Zitrusdüfte wirken direkt auf die Psyche und lassen dich den Novemberblues vergessen!  Orange, Bergamotte, Zitrone, Neroli erfrischen, machen munter, sind eingefangener Sonnenschein – und stärken außerdem noch unsere Abwehrkräfte! Ein paar Tropfen davon in der Duftlampe lassen trübe Gedanken schnell "verduften."

 

Kakao, Vanille, Zimt

Vanille, Kakao und Zimt

Vanille unterstützt Geborgenheit, Wohlbefinden und seelige Ruhe. Bei Melancholie wirkt sie wie ein Streicheln für die Seele und bremst auch noch den Appetit! Serotonin, das Glückshormon, breitet sich im Gehirn aus.
Zusammen mit Kakao ist sie unschlagbares Anti-November-Blues-Getränk! Hier ist das Serotonin direkt enthalten.
Und dazu noch eine Prise Zimt?
Wohlige Wärme fließt durch Körper und Seele. Zimt hellt die Stimmung auf und bringt neuen Schwung. Im alten China galt Zimt als das „Gewürz der Unsterblichkeit“.

 

Johanniskraut

johanniskraut am waldrand

Johanniskraut ist wohl die bekannteste Heilpflanze zur Stimmungsaufhellung auch bekannt als „Sonne für die Seele“. Johanniskraut wirkt auf zweierlei Weise: zum einen macht es den Organismus lichtempfindlicher, zum anderen speichert es viel Sonnenlicht den ganzen Sommer über. Johanniskraut enthält also Licht als Nahrung für unsere Nerven und erleichtert es Licht aufzunehmen.

 

 

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